Der Verein

Die Vereinsgründung


Überlieferungen zufolge gab es in Gündlingen bereits ab 1900 sowohl Saal- als auch Straßenfasnacht.

Hierüber gibt es zwar keine urkundlichen Belege, doch bei Vereinsgründung noch lebende Beteiligte konnten dies bezeugen und durch Fotos vom damaligen Geschehen belegen. Dieses Geschehen zog sich über die Jahre hin, wurde durch den 2. Weltkrieg unterbrochen, und fand 1947 bereits einen neuen Anfang.

Erst im Jahre 1979 war es dann soweit, die NZ Gündlinger Welschkorneber wurde gegründet.

Am Fasnachtsdienstag, dem 27. Februar 1979, beschloss eine Gruppe von 5 Personen - nach dem Besuch des Breisacher Gauklertages - im Sportheim in Gündlingen eine Narrenzunft zu gründen.

Es waren dies Willi Leonards, Johann Günter, Roland Faber, Peter Birkenmeier und Leo Schätzle. Auf den 4. April 1979 wurde zu einer Gründungsversammlung eingeladen, dieser Einladung folgten 19 Personen.

In mehreren Sitzungen wurde ein kommissarischer Vorstand und ein Zunftrat zusammengestellt, der den Verein bis zur ersten ordentlichen Mitgliederversammlung leitete. Man fand auch schnell einen Namen für die neu gegründete Zunft.

Der Name

Gündlingen war durch den Maisanbau seit Mitte des 19. Jahrhunderts zwischenzeitlich zum Vorreiter des Saatmaisanbaues in Baden geworden. Doch bis dies soweit war, hatten die Maisbauern mit verschiedenen Unbilden zu kämpfen: nachts drangen regelmäßig Wildschweine, die sogenannten „Welschkorneber“, in Rudeln in die Felder ein und verwüsteten diese.

Die Maisbauern versuchten zwar in Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern dieser Plage Herr zu werden, indem sie des Nachts den Wildschweinen auflauerten, jedoch blieb diese Mühe sehr oft vergeblich.

Dies blieb wiederum den Nachbargemeinden nicht verborgen. Teils wurden die Bauern bedauert, teils jedoch auch mit Schadensfreude bedacht, und so erhielten die Gündlinger recht bald den Spitznamen ’Welschkorneber“.

Die erste Generalversammlung fand im November 1980 statt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein bereits 120 Mitglieder. Hier wurde die von Willi Leonards erstellte Satzung vorgestellt.

Der Verein zählt zwischenzeitlich 350 Mitglieder (stand September 2026), davon rund 150 Aktive und weiter 50 Kinder und Jugendliche.

Die Richtlinien und die Kostüme

In Zusammenarbeit mit Konrad Geisenberger, zu dieser Zeit Obergildemeister in Oberried, Narrenvogt der Vogtei mittlerer und südlicher Breisgau und gleichzeitig Mitglied im Brauchtumsausschuss des VON, besprachen dann Roland Faber, Johann Günter und Leo Schätzle die Richtlinien der Zunft sowie das Aussehen des Häs‘ und der Zunftratskleidung.

Die Kleidung wurde von Monika Wissler aus Oberried und Hildegard Faber aus Gündlingen entworfen und fertiggestellt.

Die Holzmaske der Hästräger, ein Wildscheinkopf, wurde von Edgar Spiegelhalter entworfen und gefertigt. 

 

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